Wenn der Einkauf zum Erlebnis wird...

Neues pdc Consumer Forum zum Thema Erlebniskauf im Alltag

Verbraucher jeder Couleur konnten sich beim 5. Consumer Forum der pdc Product Development Consultants GmbH spontan zu der Frage äussern, wann für sie der Einkauf zum Erlebnis wird. Dass Einkaufen unter den richtigen Bedingungen Spass machen kann, weiss jeder – nur wie sehen diese Bedingungen eigentlich aus? Hier bot sich für die Teilnehmer die Gelegenheit, einmal so richtig ihre Meinung zu sagen.

Einkauf als «Urlaub vom Alltag»

Spontan wurden zum Thema Einkaufen Attribute wie «Abwechslung, Urlaub vom Alltag, mal Kaffee trinken und ein Schwätzchen halten» genannt. «Shopping gehen» wird vor allem mit Spass und Unterhaltung assoziiert. Gekauft wird nach dem Motto «find ich was, ist es gut, finde ich nichts, ist es auch gut, sonst wäre es ja Stress».

Stress bedeutet für den Verbraucher einkaufen unter Zeitdruck, Warteschlangen, keine Parkplätze, plärrende Kinder und schlechte Luft. Einkaufen will aber als Erlebnis verstanden werden. Der Käufer will umsorgt sein. Freundliche Bedienungen sind dabei sicher ein wichtiger Aspekt, aber auch Informations- und Orientierungshilfen, die das lästige Suchen vermeiden. Fazit: Erlebniskauf braucht vor allem Zeit!

Längere Ladenöffnungszeiten stehen daher nach wie vor ganz oben auf der Wunschliste. Und auch das bargeldlose Einkaufen wird immer stärker favorisiert, da Electronic Cash dem Käufer zur gewünschten Spontaneität verhilft.

Einkaufszentrum oder Fussgängerzone?

Letztendlich macht's «die Mischung aus grossen und kleinen Geschäften», die Vielfalt des Angebots und die Auswahl aus einem internationalen Angebot. Ideal ist in den Augen des Verbrauchers eine Kombination aus Fussgängerzone und Einkaufszentrum, da hier auch Raum zum Spazierengehen und Entspannen bleibt. Und auch die Überschaubarkeit ist wichtig. In zu grossen Fussgängerzonen und Shopping-Malls fühlt man sich verloren.

Einkaufszentren werden als «bequem» angesehen, denn alles ist unter einem Dach zu haben. Das erleichtert den Einkauf, macht ihn schnell und einfach, aber eben noch nicht zum Erlebnis. Denn Erlebniskauf ist mehr als Praktikabilität, nicht nur Parkplätze – ohne die es sowieso nicht mehr geht – sondern auch Kinderbetreuung, Relaxzonen, Frischluft und Grün sind heute gefragt.

Einkauf per Multimedia

Shopping «von der Couch» polarisiert hingegen. Die jüngeren Verbraucher sehen darin eine Befreiung von den Pflichteinkäufen, die älteren eher einen Verlust an Lebensqualität: «Mit wem soll man dann sein Schwätzchen halten?» Auch ein Verlust der Frische von Waren wird befürchtet. Aber der Trend geht in diese Richtung, da sind sich jung und alt einig. Die Zahl der Teleshopper wächst beständig. Er ist längst kein amerikanisches Phänomen mehr.

Erlebniskauf – eine Antwort auf den Discounter?

Erlebniskauf könnte auch eine Antwort auf den Discounter sein, denn in entspannter Kaufatmosphäre werden keine Preise mehr verglichen. Höhere Preise würden für das Erlebnis akzeptiert, aber keine «Mondpreise». HartmutFrömchen, der das pdc Consumer Forum leitet, bringt es auf einen Punkt: «Alle wollen Einkaufen als Ereignis erleben und sind bereit, für dieses Erlebnis auch mehr zu bezahlen. Hauptsache, das Ambiente stimmt».